Review: Omnimar – Darkpop

"Darkpop aus Russland"

++ Genre: Electronic ++ Stil: Synth-Pop / Future Pop ++ VÖ: 12.2.2021



Omnimar – da sind sie wieder – das sympathische Duo aus Moskau mit ihrem neuen Album „Darkpop“ – nach drei Alben in drei Jahren, war es nun nahezu vier Jahre relativ ruhig um die beiden – mal diverse Singles und EPs außen vorgelassen. Umso mehr freut es, dass Alex und Maria nicht untätig waren.


Bereits in der Vergangenheit war die Band immer ein wenig anders – ohne zu experimentell zu sein – und auch die bisherigen Alben haben sich immer deutlich voneinander unterschieden – so auch dieses Mal.


Der erste Song „Wishing for Life“ ist schon ganz typisch – aber gleichzeitig so erfrischend anders – durchaus mit dem erwarteten Anteil Träumerei, den die beiden immer wieder so authentisch vermitteln.



Bei „Oxygene" ...



und etwas später im Album mit „Music is My Everything“



wird es dann doch dynamischer ... hier sind wir direkt bei zwei Titeln, die durchaus das Potenzial haben zu einem typischen Clubhit heranzuwachsen.

Aber auch die wundervoll harmonischen Balladen sind enthalten – der Song „Drama“ hat zwar ein etwas langes Intro … danach folgt eine harmonische und verträumte Ballade. Da ist sie wieder, diese melancholische Note, die Alex und Maria so wunderbar erschaffen können, ohne dabei aufdringlich zu werden.


Und schließlich stellt sich beim Titel „Circulate“ umso mehr der positive Effekt ein, für den Omnimar immer gut war – die unglaubliche Vielfalt, ohne dabei den Eindruck zu hinterlassen, die musikalischen Einflüsse und Ideen wild aneinander zu reihen. Ein kurzes und ruhiges Intro...eine kurze Pause…und Marias Stimme erfüllt den Raum…und wiedermal ganz anders…voluminös und kraftvoll – großartig.


Insgesamt geht es bei diesem Album doch noch etwas ruhiger zu, als noch im letzten Album „Poison“, ohne jedoch an Kraft und Ausdrucksstärke zu verlieren.

Eine den Raum und das Empfinden erfüllende Atmosphäre schaffen so ziemlich alle Songs und sind es definitiv wert, gehört und gefühlt zu werden.

Es wurde ein sehr harmonisches Album geschaffen ohne große Ausreißer in eine bestimmte Richtung. Natürlich der Name des Albums „Darkpop“ -- es steckt wirklich viel „Pop“ in diesem Album -- aber genau in der richtigen Dosis, um nicht das Wort „Dark“ in den Hintergrund zu stellen. Ganz besonders erfreulich ist jedoch Marias stimmliche und gesangliche Vielfalt, die sie in diesem Album aufs neue zeigt – das macht Lust auf mehr – hoffentlich nicht wieder erst in vier Jahren.


++ Facebook ++ Bandcamp ++ Label: darkTunes Music Group


Tracklist:

  1. Wishing for Life

  2. Serenity

  3. Oxygene

  4. Red

  5. Music is My Everything

  6. Drama

  7. Humas

  8. First Snow Day

  9. You & I

  10. Circulate

  11. Secret Plan

  12. Feels like Velvet

  13. The Road



18 Ansichten0 Kommentare