Review: In Good Faith — I’m Still Alive (EP)


In Good Faith aus Salzgitter (Niedersachsen) haben seit 2013 regelmäßig neue Singles veröffentlicht — Alben hingegen weniger. Um so erfreulicher, dass die Single „I’m Still Alive“ und die im August erwartete Single „Contradiction“ Vorboten eines für nächstes Jahr angekündigten Albums sind. Außerdem wird In Good Faith seit Juni von einem neuen Keyboarder, Heiko Lachmann, unterstützt. Er bringt versierte Banderfahrung von Toal und ES23 mit.

Nun zur Single! Breite, weiche Sounds mit Glöckchenklängen kündigen eine Ballade der Marke ‚Epischer Synthiepop‘ an. Entspannt zurückgelehnt, genießt man diesen Track auf einem klanglich flauschigen Synthteppich gebettet. Interessanterweise verschiebt ein unheilvoller dunkler Sound den Refrain ins Bedrohliche, obwohl die Strophe eben noch hoffnungsvolle Inbrunst verbreitete. Balladen sind kein leichtes Terrain. In Good Faith haben das Stück löblicherweise nicht überfrachtet: Sänger Kai Vincenz Németh nimmt sich stimmlich zurück und gewinnt aber dadurch an Ausdruckskraft. Erst im Finale dreht er wie gewohnt auf.


Das Stück durchzieht eine verwunderte Nachdenklichkeit, um den Moment der Erkenntnis, dass es überstanden ist, ist ein inniger Moment voller Wehmut und Erleichterung. Dies Gefühl haben In Good Faith in ihrer Ballade gefühlvoll umgesetzt. Symbolisiert wird dies Gefühl auf dem Cover durch den Phoenix, der aus der Asche aufersteht.

„I’m Still Alive“ wird mit einem zusätzlich Remix von Peter Rainman von People Theatre geliefert, der aus diesem Track eine ruhige tanzfähige Version im mittleren Tempo präsentiert.

Website: In Good Faith

Facebook: In Good Faith

Label: self released

VÖ: 7.5.2020


Tracklist:

I'm Still Alive

I'm Still Alive (People Theatre's Unsure 80S Rework)



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