Review: Pandoria — Crush (EP)


Pandoria ist das neue Projekt von Martin Bodewell (Orange Sector) und Stephan Tesch (früher Paranoid), das mit „Crush“ seine erste Single Anfang Juni auf den Markt brachte. Martin Bodewell ist nicht nur mit seinem Hauptprojekt Orange Sector aktiv, sondern erkundete kürzlich als Lykard mit Vasi Vallis technoide Sphären. Nun betreibt er mit Stephan Tesch, beide Veteranen des EBM, die Verschmelzung von Synthiepop und EBM.

Reingehört in den Song „Crush“ vernehme ich Synthiepop mit härterem Klangbild und Beats, harten Sprechgesang und EBMigen 4/4 Minimalismus in der Strophe, dann eine schwärmerische, poppige Ohrwurm-Melodie im Refrain. Wie geht das zusammen? Beim ersten Hören hat der Titel mich nicht gleich gehabt. Erst beim zweiten Mal, als ich auf den Text achtete, hat es „bing“ gemacht — now I have a crush on these lines.


Es ist ein Liebeslied der besonderen Art, das sich in den beiden unterschiedlichen Musikstilen ausdrückt. Die Lyrics beschreiben die Höhen und Tiefen einer verzweifelten Liebe (oder Nicht-Liebe). ‚To have a crush on somebody‘ heißt in jemanden verliebt sein, aber ‚to crush‘ bedeutet auch zerquetschen. So zeigt es das Cover: Ein Herz wird sprichwörtlich in die Zange genommen und je nach Druck wird es gehalten oder zerquetscht.

So ergibt die Komposition Sinn und ich gebe zu, dass ich sehr dafür zu haben bin, wenn Text und Musik durchdacht zusammengehen. Mitsingen kann ich den Refrain auf anhieb und tanzbar ist der Track allemal in einem gemäßigtem Tempo.

Die Single wird begleitet von sechs einfallsreichen Remixes von Rob Dust, FrozenPlasma, digital ENERGY, Wellencocktail und Angriffspakt.

VÖ: 5.6.2020

Facebook: Pandoria

Label: Infacted Recordings

Tracklist:

Crush (Single Version)

Crush (Rob Dust Remix)

Crush (Frozen Plasma Remix)

Crush (Digital Energy Remix)

Crush (Wellencocktail Remix)

Crush (Angriffspakt Remix)

Crush (Rob Dust Instrumental Remix)



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